Posts mit dem Label Summasummarum werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Summasummarum werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 14. März 2010

Zum Abschluss: One possible truth

Ich kann mich noch genau erinnern wie ich in Indien am 1. September 2009 um 3 Uhr frueh angekommen bin:
Die Taxifahrt gab mir den ersten Einduck von Indien, wie ich schlafende heimlose Menschen auf den Gehsteigen sah, die uebleste Luftverschmutzung ueberhaupt zum Ersten Mal erlebt hab, und die vielen Leute die ohne ein Ziel wie Hunde herumstreunen zu scheinen. Am wohl uebelsten Stadtteil von Delhi angekommen, fuehlte ich mich nicht wirklich besser, und waehrend ich ins Hotel um 4 Uhr frueh einchecken wollte, versuchten mir die Hotelleute schon etwaige Reisen anzudrehen. Reiseagenturen immer und ueberall.
Am Zimmer angekommen - ein lausiger Mief, keine Fenster und ein gottgesandter Ventilator der unermuedlich sein Runden drehte, um wenigstens die geringste Chance eines Schlafes zu haben. Der naechste Tag war nicht wirklich erfreulicher, nein ganz im Gegenteil, eine Enttaeuschung: Menschen so weit das Auge reicht, und du alleine in den unzaehligen Gassen Delhis, drueckende Hitze und ein mieser Monsum, und ploetzlich spricht mich ein junger Inder an, an dem ich mich anhalte und blind vertraue, als waere es der letzte Mensch auf Erden. Am gleichen Abend stellt sich noch heraus, dass er nur an meiner Geldtasche interessiert war.
Wie sollst du dich jetzt fuehlen?
Welch schlechte Idee war es, hierher alleine gekommen zu sein. So habe ich mir das alles nicht vorgestellt.

Tja, wer sich jetzt erfreuliche erste Tage geglaubt hat, weiss jetzt wie es wirklich war. So jetzt als Rueckblick wunderts mich selbst manchmal das ich das alles "ueberlebt" habe. Lest meine Wahrheit zum Abschluss dieses Blogs:

Indien ist das Land der Kontraste, des Ying und Yang im Taoismus, das Land des Curries, der Armut, der Korruption, des Aufschwung, der Hoffnung. Indien ist so facettenreich das es manchmal echt schwierig ist, alle Eindrueck verarbeiten zu koennen. Indien laesst keinen unberuehrt.

Bangladesch das Aha-Erlebnis schlechthin. Wer das wahre Abenteuer sucht und sich ueberzeugen lassen moechte, dass dieser Planet noch lonely ist, dem empfehle ich strengsten hierher zu kommen. Eines der aermsten Laender ueberhaupt, defacto hoechste Bevoelkerungsrate und hatte eine grausame Genozid Geschichte ala Khmer Rouge in Kambodscha - lasst euch davon jedoch nicht abschrecken. Das Land scheint zumindest laut Statistiken hoffnungslos vor dem Kollaps zu stehen, umso verwunderlicher, dass die Bevoelkerung alles andere als diese Meinung vertritt und ohne eine Spur von Verzweiflung ihr scheinbar unglueckliches Schicksal meistern.

Myanmar, das Land das so viel Potential haette, aber von einem gefaehrlichen Regime auf Stillstand gehalten wird. Wieviel freie Meinung und Wahlen wirklich wert sind, erkennt man, wenn man eine Bevoelkerung sieht die von einer Geheimpolizei unterdrueckt und auf Schweigen gehalten wird. Eine faire demokratische Wahl kann das Schicksal dieses Land von einer Sekunde auf die andere aendern. Ist das wirklich zuviel verlangt im 21. Jahrhundert?

Ich habe ein China gesehen von dem jeder spricht, aber von dem keiner weiss. Lasst euch nicht von haarstreubenden Zahlen und Fakten irritieren. China ist sympathischer als es von den Medien dargestellt wird, und der groesste Teil ist definitiv ein Dritte Welt Land. Die Chinesen zeigen einem, dass man auch ohne viel Luxus gluecklich sein kann.

Obwohl ich zum Schluss oft von Travellern gefragt wurde, moechte ich jedoch keinen Favoriten unter meinen bereisten Laendern abgeben - ob nun Indien, Bangladesch, Myanmar, China, Laos oder Thailand bzw. Malaysia, jedes Land hat seine Besonderheiten die man mag, die man ablehnt, von denen man lernen kann, an denen man am Besten verzweifeln moechte, oder die einem zum Lachen bringen. Ich denke, es liegt an einem selbst mit welchen Vorurteilen, Offenheit und Einstellung man die Grenze uebertritt. Nicht nur die Bevoelkerung auch die Traveller selbst, die es bereisen, praegen deine Erlebnisse, weil du mit denen einen Grossteil deiner Zeit verbringst. Sich mit ein paar Partylustigen sich auf Thailands Inseln voll laufen zu lassen, mag zwar spassig sein und ein paar gute Geschichten unterm Bier bringen, aber Selbsterfahrungsmaessig wirst du eher wenig gewinnen. Die Traveller selbst in Indien, sind dagegen um einiges interesanter.
Indien besucht man nicht einfach so, jeder einzelene Traveller hat seinen besonderen Grund sich in dieses Abenteuer zu stuerzen.

Im Endeffekt macht es keinen Unterschied welches Land du waehlst, es liegt an dir was du erreichen moechtest. Was ich vermeiden wollte, ist zu sehr in eine Urlaubsstimmung zu verfallen und mit Bier und Joints auf einem Hammock meine Zeit tot zu schlagen und so das "Leben zu geniessen".
Nein, ich wollte eine andere Welt erleben und habe mein persoenliches Ziel damit erreicht. Ich bin froh und sogar stolz auf mich selbst, den Mut gehabt zu haben, die jeweiligen Laender alleine bereist, gemeistert und den Einheimischen einen guten Eindruck vermittelt zu haben.
Als Traveller kannst du nix veraendern, dass ist klar, aber du kannst den Leuten zeigen, dass man sich fuer sie interessiert, das man sich fuer sie einsetzen wuerde wenn man die Moeglichkeit haette, und ein wenig ihren Lebensstil und ihre Kultur mit nach Hause nimmt. Besonders in Myanmar war mir das besonders wichtig.
Die groesste Freude machst du den Leuten, wenn du sagst, dass du ihr Land magst, unabhaengig davon ob es von einem Militaerregime oder von korrupten Buerokraten regiert wird.
Regierungen werden gewaehlt und abgewaehlt, aber die Bevoelkerung ist das Land, und das fuer immer und ewig!

Ein zweites, eher kleineres Ziel, war es diesen Blog zu schreiben und meine eigene Geschichte dabei eher im Hintergrund zu halten (deswegen das m-in-india und nicht matthias-treitler-in-india). Obwohl ich nicht viel Feedback erhalten habe, glaube ich die Posts recht gut getroffen zu haben, so wie ich es mir vorgestellt hatte.
Gemeinsam mit meinem Tagebuch ist diese Reise somit bestens dokumentiert.
Dieser Blog ist fuer jeden zugaenglich und ich weiss dass ihn bereits Surfer entdeckt haben, die ich noch nie gesehen habe bzw. nie sehen werde ;)! Genauso wie ich vor meinem Abenteuer Reiseblogs nach nuetzlichen Infos abgeklappert habe.

Zum Abschluss moechte ich die Metapher der Burka verwenden. Ich meine damit nicht unbedingt die Burka, die der Unterdrueckung der Frau in einigen wenigen muslimischen Laender dient, sondern die Burka die jeder von uns traegt, sozusagen aufgesetzt bekommt bei seiner Geburt. Die Burka die einem die Sichtweise auf Dinge und Ereignisse nimmt und gibt, die Grundvorraussetzung um seine Meinung zu bilden.
Reisen ist auf jeden Fall eine Art seine Burka zu adjustieren - Dinge auf dieser Welt ein wenig anders zu betrachten als sonst, mit den Erfahrungen die du auf deiner Reise gemacht hast. Seine Burka sozusagen ein wenig zu oeffnen um mehr zu "sehen".

Zum Abschluss dieses Blogs moechte ich Albert Einstein zitieren, der mir durch seine Weltansicht hilft, die gewonnen Eindruecke zu verarbeiten, und mich nicht von der naechsten Klippe runterstuerzen laesst wenn du die Slums in Indien erlebst, in dieser scheinbar schlechten unfairen Welt.
"Strange is our situation here on Earth. Each of us comes for a short visit, not knowing why, yet sometimes seeming to divine a purpose. From the standpoint of daily life, however, there is one thing we do know: that man is here for the sake of other men - above all for those upon whose smiles and well-being our own happiness depends."

bzw. von mir aufs Deutsche uebersetzt:
"Schon komisch unsere Situation hier auf Erden. Jeder scheint auf einen Kurzbesuch hier zu sein, ohne zu wissen warum eigentlich, manchmal suchend auf einen gottgegebenen Grund. Betrachtet man jedoch das taegliche Leben, dann wissen wir eines ganz genau: Wir sind hier zum Wohle unserer Mitmenschen - vor allem für diejenigen, auf deren Lächeln und Wohlbefinden unser eigenes Glück abhängt."


Kapitel werden geoeffnet und geschlossen - bin schon gespannt aufs naechste.

Samstag, 13. März 2010

Thä Thä Thäland

- Thais trinken alles eisgekuehlt. Fuer den europaeischen Magen ein Albtraum bei dieser Hitze.
- Bangkoks Kids sind einfach nur fett.
- Essen, essen, essen. Immer und ueberall. Wie wenn es das wichtigste waere.
- Tuk Tuk Fahrer sind wohl die unsympathischsten und faulsten Leute in Thailand.
- Wenn eine Thai nur die geringste maennliche Zuege aufweisst dann kannst du dir sicher sein das sie/er ein Ladyboy ist.
- "No Häfff" Thai Englisch ist echt gewoehnungsbeduerftigt. Und wenn du nachfragst, dann werden sie echt grantig und packens ueberhaupt nicht, dass du ihre Aussprache net verstehst.
- Alkohol gibts im suedlichen Thailand nur von 11-14 und von 17-24 Uhr im Supermarkt zu kaufen.
- Bangkoks Stadtteil to be ist definitiv die Khao San Road. Manche hassen sie, manche lieben sie. Ich finds recht praktisch weil du alles bekommst was einem das Traveller Leben so erleichtert. Erwartet euch aber nicht allzu viel Thai Kultur.
- Seven Eleven: Es gibt sie ueberall in ganz Thailand und sind kleine Supermaerkte die eigentlich alles haben. Und wenn einem die Hitze zu viel wird eignen sie sich super um in ein nordpol aehnlich kuenstliche Kaelte zu fluechten.
- Thai Massagen koennen recht brutal sein. Stellt euch nicht auf ein angenehmes Knetten ein, die Masseurin kommt ganz schoen zu schwitzen. Hat man jedoch die Folter hinter sich, fuehlt man sich wie neu geboren.

Unglueck im Glueck das ich habe, ist das es gerade in Bangkok wegen der Demo der roten Hemden alles drunter und drueber laeuft. Einige Geschaefte sind geschlossen, der Flughafentransport ist eingeschraenkt und es ist eine komische Stimmung in der Luft. D.h. der Heimflug ist noch nicht zu 100% gesichert... haha!

Freitag, 26. Februar 2010

In Beerlao ist der Hahn los.

- Wenn die Blasengroesse in Relation zur Koerpergroesse steht, dann versteh ichs wenn jede Stunde der Bus eine Pinkelpause einlegen muss, wenn nicht, ja dann... ja dann...
- In Laos ist der Hahn los, einfach ueberall laeuft das schoene Federvieh herum und kraeht um die Wette mit seinen Kollegen.
- Man soll die Feste feieren wie sie fallen! Laoten wissen zu feiern und jeden Tag sieht man ein Zeltfest, sei es eine Hochzeit, Geburstagsfeier, etc.
- Anders als bei uns sind in Laos die Frauen andauernd dran das arme maennliche Geschlecht betrunken zu machen! Ja wirklich! Soll aber net heissen dass die Frauen nix trinken.. ganz im Gegenteil.
- Getrunken wird neben Beerlao meist selbstgebrannten Reisschnaps bzw. Whisky. Bier ist in dieser Menge halt einfach zu teuer. Wobei ich aber nicht weiss ob Schnapsbrennen in Laos legal ist. Naja, die Regierung hat glaub ich andere Sorgen.
- Defacto muss man sich vor den laotischen Frauen manchmal mehr in Acht nehmen als vor den Maennern. Da gibts kein Zurueckreden.
- Ich wurde 3x zu einem laotischen Fest eingeladen und es laeuft folgendermassen ab: Riesige Boxen mit Musik (selbst in den abgelegesten Doerfern, dank Solartechnik), Frauen immer tanzend, manche Maenner schon zu betrunken um noch zu gehen, Frauen lauefen mit Schnaepsglaesern herum und versorgen die Maenner bzw. sich selbst. Danach wird im Kreis getanzt und das Mikrofon wird herumgereicht und jeder darf mal ein wenig singen.
- Beerlao... ist so ziemlich das einzige Produkt das nicht importiert wird. Es ist gut und man hat andauerend einen Bierdurst weil man diese verdammt gelben Laobeer Faehnchen und Bierkisten einfach ueberall und andauernd sieht...
- Laos Bruecken koennen teuer sein. Sicher nicht in deren Konstruktion, sondern in deren Benuetzung. In Touristenorten darf der Touri bei jeder Brueckeueberquerung zahlen. China laesst gruessen.
- Laos Verkehr ist aehnlich Myanmars. Es gibt defacto keine privaten Autos und der Verkehr beschraengt sich auf Laster bzw. Buse. War cool anzusehen wenn du von Laos nach Thailand kommst wie die einfach Strasse ploetzlich in eine moderne mehrspurige Schnellstrasse verwandelt.
- Laos ist teuer, eben weil alles importiert wird. Schokolade, Sussigkeiten, etc. koennen eigentlich nur von Touristen gekauft werden.
- Franzosen lieben dieses Land.
- Laoten rauchen gerne, aber bei weitem nicht so viel wie die Chinesen. Wusstet ihr, dass jeder vierte Raucher eine Chinese ist, und die Tabakindustrie riesig in China ist, und so billig das man eine Zigarettenpackung um ca. 40 Eurocent kaufen kann? Vielleicht sollte man in Beijing mal im Buero des Gesundheitsministers nachschaun ob der nicht schon laengst verstorben unter seinem Schreibtisch liegt.

Bezueglich Fotos habe ich die China Fotos nun kommentiert bzw. Laos Foto raufgeladen & kommentiert. Die letzten 2 Wochen (urgh) verbringe ich nun in Thailand. Wartet gespannt auf einer meiner naechsten Blogs, mir entgeht nix... ;)! Haha!

Freitag, 12. Februar 2010

Nicht nur Wien ist anders...

- Obwohl Spuken seit den Olympischen Spielen in Staedten geahndet wird, hoert man dieses Gerauesch oefters als einem lieb ist, vor allem am Land. Sogar der beruehmt-beruechtigte Bauernschneitzer wird oeffentlich ausgefuehrt. Wer jetzt glaubt nur Maenner koennen so "grauslich" sein... jaja auch das weiblich Geschlecht ist net viel besser ;)!
Wenn sich das ganze nur auf den Strassen abspielen wuerde, nein im Bus & Zug und sogar am Essenstisch. Wenigstens haelt sich die Jugend diesbezueglich zurueck...
- Der Chinese glaubt du sprichts so gut chinesisch, wie du hoffst er spricht englisch.
- Kommt einem ein Chinese im Park mit Ruckwaertschritten etwa entgegen, oder faengt ploetzlich an mit seinen Haenden zu fuchteln, dann ist er wahrscheinlich alles andere als verrueckt, sondern uebt gerade den neusten Schrei sich fit zu halten.
- Neben Chinese Senior's wuerden auch Chinese Tourists eine perfekte T. Spira Doku abgeben:
a) Sie laufen herum als waeren sie auf einem anderen Planeten,
b) Fotografieren jeden Mist,
c) Tourbus raus-Faehnchemann folgen-Tourbus rein, das den ganzen Tag.
- Wie in Myanmar sind auch in China's Busen Fernseher montiert. Anstatt Schnulzenmusik werden jedoch hauptsaechlich Actionfilme gespielt. Klingt ja nicht schlecht, nur wenn dann synchronisierte amerikanische Actionfilme laufen, und dann ein Arnie-Verschnitt eine chinesischen Stimme zugedrueckt bekommt, dann wuenscht man sich doch seine Schmalzlocke wieder zurueck.
- KTV. "Wos isn des scho wieda, ha?"
KTV ist China's Antwort auf die westliche Nightlife Szene, mit dem netten, nah boesen, Beigeschmack einer Karaokemaschine und singenden, nah groellenden, Betrunkenen.
Zur Vorstellung: Eine KTV Disco ist in einzelene Kabinen unterteilt, die man mieten kann, die je nach Preis unterschiedlich Ausstattung haben. Es gibt auch Rotlicht KTVs. Ui ui ui!
- Rote Ampeln werden auf dem Land total ignoriert. Bei Rot ueber die Kreuzung? "Ja, ich hab eh gehupt."
- Deutsche Autos wie Audi und VW dominieren in den Staedten.
- Oesterreich auf chinesisch? Au Di Li. Endlich keine Verwechslungen mehr mit den Aussies!!!
Btw: als Oesterreicher ist man sehr beliebt bei den Chinesen. Das hat wohl mit unserer Geschichte & deren Stars zu tun als den juegsten Ereignissen (Kampusch, Fritzl, BZOE (okok, keiner kennt das BZOE)). Bei der Ausreise hat der Immigrations-Beamte sogar gemeint, dass ich hoffentlich bald wieder China besuchen werde. Nice!
- Wer kennt das Waveboard? Bei den Kids hier sehr beliebt.
- Chinesen lieben kleine Hunde. Gut fuer uns Traveller, koennen einem diese kleinen Biester nix anhaben.
- China Lonely Planets werden zum. an der vietnamesich-chinesischen Grenze konfisziert, weil - und jetzt kommts - Taiwan nicht gleich eingefaerbselt ist wie das Festland Chinas.
Mich wunderts, dass man nicht vor der Einreise einen Fragebogen ausfuellen muss wie "Sind sie Befuerworter der Ein-China Politik?", genauso wie in den USA "Sie sind Terroristen, nicht wahr?".
- Ihr wart beim Chen's Cooking und glaubt chinesisch gegessen zu haben. Wie waers mit gekochter Holzrinde, Lotusbluetenstaengel, zig versch. Graesser, Hendlfuesse, aber auch frittierte Scheinsohren und -fuesse finden den Weg auf den Teller. Chinesen essen einfach ALLES.
- Chinesen bieten dir zuallerst eine Zigarette an, sozusagen als Freundschaft. Waere ich nur Raucher...

Montag, 11. Januar 2010

So lauefts in Myanmar!

- Fast alle Frauen und Kinder haben auf ihren Wangen eine kalkartige Gesichtscreme aufgetragen (ihr sehts es auf ein zwei Fotos). Die soll angeblich kuehlen und die Haut weich machen wie eine Babypopo. Ha, ha, habs aber nie probiert ;)!

- Was hat es zu bedeuten wenn ein Mann einen Art Wagen schleppt mit lauter kleinen Zetteln bepickt und dabei einen voll aufgedrehten Lautsprecher mit sich zieht. Eh kloar, er verkauft Glueckslose!

- Fast jeder Bus hat einen Fernseher montiert, der natuerlich immer laueft. Dabei gibt es meist folgendes Programm: Gecoverte Karaoke Schmuddel- und Herzschmerzmusik von burmesischen Popsternchen oder:

- Burmesische Filme: Durchgehend grosser Schwachpunkt in diesem Land. Es gibt keine normale Konversationen sondern es wird prinzipiell immer geschrien und gewatschent. Die Akteure verhalten sich als waeren sie geistesgestoert. Alles in allem erinnert alles ein wenig an ein Theaterspiel...

- Das fromme Regime hatte 1970 die Rechtsfahrregel eingefuehrt. Nur bloed das vielleicht 95 % der Fahrzeuge das Steuer auch auf der rechten Seite hat. Das heisst ein Ueberholmanoever is immer mit ein wenig Glueck verbunden. Aber ich muss sagen, die Busfahrer fahren ordentlich. Ist nicht so wie in Indien oder vor allem in Bangladesch wo eine Busfahrt einem Selbstmordversuch gleich kommt.

- Myanmar, Burma oder doch Birma? Das rauszufinden, ueberlas ich mal euch ;)!

- Alkoholwerbung ist ueberall. Ich glaube Myanmar hat einige Alkoholiker, Maenner trinken echt viel. Aber nie, dass sie jetzt so betrunken waeren, die vertragens einfach. Ein Guesthaus Manager hat z.b. jeden Abend eine Flasche Zuckerrohr Rum verdrueckt... (natuerlich hat er mich dann auch immer ueberreden koennen, wo bekommt man schon so was).

- Wenn ein Burmese Blut spuckt, dann muss es net Blut sein, sondern es ist dieses grindige rote FuerIrgendwas Pulver das ewig im Mund behalten wird und anschliessen ausgespuckt wird. Soll angeblich suechtig machen und schlecht fuer die Zaehne sein. D.h. aufpassen wenn du z.b. mit einem Busverkauefer sprichts und ploetzlich rote Flecken auf deinem Leiberl hast (ueberhaupt net grindig), und bitte net zum Lachen bringen weil dann siehts du nur schwarze Zaehne. Grindig! Manche eher nur die aermeren.

- Es gibt keine Bankomaten, d.h. man bringt seine Dollars ins Land und wechselt diese dann am Schwarzmarkt in Kyats. 1 Doller ist so ca. 1000 Kyat. Und dieser Kyat Schein ist der groesste den man zu Gesicht bekommt. D.h. man laueft immer mit einer Menge Kohle rum. Ich habe eine Travellerin getroffen welche alles ernstes 1500 Euro in Kyat umtauschen wollte: Milchmaedchenrechnung 1500 Euro = ca. 2100 Dollar = 21 x 100 1000-Kyat Scheine Pakete. Ernstens mal das 1500 Euro fuer Myanmar viel zu viel ist und zweistens kannst du nicht so viel Kohle mit dir schleppen. Sie hatte dann die Haelfte in Dollar konvertiert. Aber im Endeffekt war ihr Rucksack noch immer voller Kyats... (Diese Frau war 35, hatte den Lonely Planet und tja war halt blond (und Deutsche *g*) ;) )!.

- Achja neben 10, 20, 50, 100, 500, usw. Kyat Scheinen gibt es auch 45 und 90 Kyat Scheine. Ja richtig. Die hat der damalige Diktator Ne Wing eingefuehrt weil 9 seine Glueckszahl ist... Klingt logisch, oder? Unnoetig anzumerken dass diese Scheine in der Bevoelkerung verhasst sind.

Montag, 7. Dezember 2009

Do It The Indian Way

So nach ueber 3 ausgebiegen Monaten ist mein Indien Trip zum einem Ende gekommen.
Natuerlich war ich aufmerksam und habe so die Eigenheiten dieser wunderbar anderen Kultur und Mentalitaet bis aufs letzte Detail dokumentiert:

- Autofahren ist extrem. Im Prinzip wird immer gehupt. Wer net hupt verliert. Wenn man auf eine Kreuzung zufaehrt und man hoert kein Hupen, heisst es man hat gute Chance, dass sie frei ist. Natuerlich sollte man selbst net aufs Hupen vergessen. Achja nie eine konstante Geschwindigkeit fahren. Beschleunigen, Bremsen, Beschleunigen, Bremsen, ...
- Gegessen wird mit Haenden, und wie. Mit der rechten Hand den Reis so richtig in mundgerechte Klumpen formen und rein ins Maul. Aber net den ganzen Klumpen, ein wenig Reis sollte wieder aufs Teller zurueckfallen.
- Geheiratet wird so jung wie moeglch. "Indians have no girlfriends, they have a wife", hat mir ein 20 jaehriger Inder mal erzaehlt.
- Toiletten... Aber wenn man genauer nachdenkt, braucht man wirklich kein Klopapier...
- Korrupt sein ist normal, ueberhaupt als Beamter. Ohne Schmiergeld kommt man sowieso nicht in den Genuss eines so "hohen" Amtes. Irgendwie muss man ja das damals geschmierte Geld ja auch wieder zurueckbekommen, oder nicht?
- Kinder, Kinder, Kinder. Ein Paar macht wenigsten soviele Kinder bis so einen Sohnemann hat. Ich habe schon von Familien mit 18 Kindern gehoert... aber vielleicht war es auch nur eine Sage.
- Brueder sind fuer Inder sehr wichtig, deshalb lieber 5 Kinder mehr als zuwenig.
- Autoradio und Fernseher auf Maximallautstaerke, ist aehnlich wie die Handhabung mit Zucker und Salz. Besser zuviel als einfach nur ausreichend.
- Inder singen viel und laut. Das Problem ist, sie glauben wirklich singen zu koennen...
- Indisches Englisch ist manchmal schwer zu verstehen bzw. umgekehrt. Wenn du auf einen Frage ein "Yesss" bekommst, kann das alles moegliche bedeuten nur nicht "Ja".
- Obwohl das Kastensystem offiziell immer unwichtiger wird, merkt man es doch auch als Aussenstaender, dass gewisse Menschen einfach respektloser behandelt werden.
- Cricket wird einfach ueberall gespielt.

Die Boarder Road Organisation, mit ihren Strassenschildern, ist mir echt sympathisch. Meine persoenliche Top 3:
3. "Better To Be Mr Late Than A Late Mister"
2. "Overtaker Beware Of Undertaker"
1. "Go Easy On My Curves"

Anbei noch ein paar Tipps die ich bis jetzt als Traveller so geben kann.
- Kaufe dir einen englischsprachigen Lonely Planet. Kein anderer Reisender kann deutsch, und wenn er vielleicht aus Deutschland oder Oesterreich ist, wird trotzdem in Englisch kommuniziert.
- Kaufe lokale Sachen. Chips, Popcorn, Suessigkeiten werden auch von Strassenverkauefern verkauft. Vielleicht koennen dadurch ein paar Trucks eingespart werden...
- Beim Zimmercheck pruefe die Matratze und lass dir das Bad/WC zeigen. Schau jedoch nie drauf, was so alles unterm Bett so tut.
- Investiere dein Geld in verschiedene Lokale, Restaurants und Shops. Nicht immer zum gleichen Standl gehen.
- Ich steh auf meinen Wasserfilter, du vielleicht auch!
- Nicht zu sehr an den ersten Tagen verzweifeln. Die Reise wird schoen, glaubts mir.
- Ich bin der Meinung das alle Reiseagenturen hier in Indien mit der Mafia zusammenarbeiten. Die sind nur an deiner Kohle interessiert und scheren sich einen Dreck um deinen Trip.
- Das Wichtigste: Plane *NIE* etwas, es kommt sowieso anders. Is zumindest bei mir so ;)!